5 Dinge, die du über Facebook wissen musst

5 Dinge, die du über Facebook wissen musst
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Der Social Media-Riese gehört zu den Big Five des Internets und dominiert die Datensammelwut zusammen mit Amazon, Google, Microsoft und zu einem kleineren Teil Apple.  Vor allem die grössten Datenkraken Amazon, Facebook und Google sind immer wieder wegen Datenleaks im Gespräch. Während der Onlineshop-Riese und der Suchgigant ihre Lecks mehr oder weniger PR-mässig im Griff haben scheint es Facebook nicht zu gelingen, aus dem negativ Strudel zu entkommen. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen sich vom Zuckerbergunternehmen abwenden und ihr Profil löschen in der Hoffnung, so seiner Datensammelwut zu entkommen. Für alle diese Menschen habe ich eine schlechte Nachricht: Facebook sammelt eure Daten weiter.

Warum sammelt Facebook meine Daten, wenn ich kein Profil habe?

Viele Menschen hoffen, dass sie Facebook entkommen können, wenn Sie ihr Profil löschen oder gar nie eines machen. Leider funktioniert das nicht. Damit man eine überlegte Entscheidung darüber treffen kann, ob man Facebook löschen will oder nicht, habe ich euch fünf wichtige Fakten zusammengetragen.

Hier sind 5 Dinge, die du über Facebook wissen musst:

  1. WhatsApp gehört seit 2014 zu Facebook
  2. Instagram gehört seit 2012 zu Facebook
  3. Facebook greift Daten auch über Drittanbieter-Apps ab
  4. Facebook sammelt deine Daten auch ohne Profil
  5. Facebook kümmert sich nicht um Datenschutz

WhatsApp gehört zu Facebook

Der Messanger ist nicht nur extrem komfortabel, er ist auch mit Abstand der am weitesten verbreitete. Dadurch hat er enorme Nutzerdaten gespeichert. 2009 wurde er von Jan Koum und Brian Acton in Santa Clara, Kalifornien gegründet. 2014 wurde der Dienst für 19 Milliarden Dollar von Facebook erworben. Davon 4 Milliarden in Bar und der Rest in Facebook-Aktien. Seit WhatsApp End-zu-End-Verschlüsselung eingeführt hat, kann Facebook die Inhalte der Nachrichten nicht mehr lesen. Sie können aber feststellen, wer, wann eine Nachricht an wen sendet und um welche Zeit. Diese Informationen sind sehr wertvoll, da sie strukturiert und so gut verarbeitet und miteinander verknüpft werden können.

Verbindet man diese Daten zum Beispiel mit Informationen wie deinem Surfverhalten im Internet, kann Facebook daraus ein sehr genaues Profil einer Person erstellen. Ein Beispiel: Wenn du regelmässig nach Online-Mode-Shops suchst, kann man davon ausgehen, dass du Mode magst und gerne einkaufst. Lässt sich nun auch noch dein Standort feststellen, kann man ein genaues Bewegungsprofil von dir anlegen und entsprechend zeit- und ortsabhängig Werbung schalten. Grundsätzlich ist das nicht schlimm. Tragisch ist aber, dass man darüber kaum informiert wird. WhatsApp-Daten werden auch automatisch dem Facebook-Profil zugefügt und so das persönliche Profil eines Menschen vervollständigt. Beachten wir, dass das Kerngeschäft von Facebook personalisierte Werbung ist.

Instagram gehört zu Facebook

Der Foto- und Video-Dienst wurde 2010 von Kevin Systrom und Mike Krieger in San Francisco gegründet und wurde bald zum erfolgreichsten Social Network und grösster Konkurrent von Facebook. 2014 wurde Instagram vom Zuckerberg-Unternehmen für 737 Millionen Dollar gekauft. Davon 300 Millionen Bar und 23 Millionen in Facebook-Aktien. Offiziell verfügt auch die Messanger-Funktion über End-zu-End-Verschlüsselung, genau wie bei WhatsApp sammelt Facebook darüber aber Metadaten.

Facebook greift Daten auch über Drittanbieter-Apps ab

Grundsätzlich kann jede App, die über eine Facebook-Anbindung verfügt auch Daten an den Internetriesen senden. Erst kürzlich wurde aber bekannt, dass diverse Android-Apps ungefragt Daten an Facebook übermitteln, auch wenn man kein privates Profil beim sozialen Netzwerk hat. Laut einer Studie von Privacy international senden knapp zwei Drittel aller Apps Daten ohne Erlaubnis der Nutzer an Facebook.

Wie sieht es bei Apple aus? Grundsätzlich können auch iOS-Apps Daten versenden. Sollte Apple das allerdings mitbekommen, wird die App blockiert und der Hersteller aufgefordert, die App anzupassen. Leisten die Programmierenden keine Unterstützung, werden sie aus dem App Store gelöscht. iPhones sind also nicht sicher, aber weniger anfällig wie Googles Android.

Facebook sammelt deine Daten auch ohne privates Profil

Wer sich nun sicher fühlt, weil er kein Profil bei Facebook angelegt hat, der sitzt leider einem Irrtum auf. Auch wenn man kein Profil hat, werden Date gesammelt. Schattenprofile nennt sich das. Dabei legt Facebook auf seinen Servern ein illegales Profil eines jeden Nutzers an, der oder die sich ins Internet einwählt. Dabei werden Metadaten gesammelt, um auch Nicht-Facebook-Nutzern Werbung anzuzeigen.

Diese vier Punkte reichen meiner Meinung nach schon aus, um zu wissen, mit wem man es zu tun hat. Wem das noch nicht reicht, dem habe ich hier noch der fünfte und wichtigste Punkt:

Facebook kümmert sich nicht um Datenschutz

Facebook steht seit seiner Gründung in der Kritik wegen mangelndem Datenschutz und dem saloppen Umgang mit selbigem. Vor allem in Europa, wo strengere Gesetze gelten als in Amerika. Das offizielle Motto von Zuckerberg ist: «Move fast and break things» was frei übersetzt soviel heisst wie: «Reagiere schnell und ohne Rücksicht auf Verluste». Das scheint dann auch die Strategie zu sein. Facebook macht und entschuldigt sich später für die angerichteten Schäden. Sollte man sich also von Facebook fernhalten? Ja. Kann man es? Ja. Macht man es? Nein. Warum nicht? Weil es einfach bequemer ist, als neue Formen der Kommunikation zu suchen. Oder, wie in meinem Fall, wenn man ohne ein Konto keine Facebook-Seiten betreiben kann, was nun mal Teil meines Berufes ist.

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