Weekly Tech-Rundown KW47

Weekly Tech-Rundown
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Apple macht sich Sorgen um unsere Sicherheit, Microsoft schockt mit dem Shutdown von Cortana und künstliche Intelligenz kann den Tod vorhersagen. Willkommen beim 2. Weekly Tech-Runddown.

Apple warnt vor Risiken der NFC-Öffnung

Die deutsche Regierung hat überraschend ein Gesetz verabschiedet, dass Apple dazu zwingt, Apple Pay für die Konkurrenz zu öffnen. Der Entscheid ist Teil eines Geldwäscherei-Gesetzes, dass der Bundestag in der Nacht auf Freitag verabschiedet hat. Das Gesetz soll im Frühjahr 2020 in Kraft treten.

Das Gesetz, welches Apple im Text nicht speziell erwähnt, zwingt Anbieter von Infrastrukturen zur digitalen Geldüberweisung dazu, ihre Systeme gegen eine angemessene Gebühr für Konkurrenten zu öffnen.

Apple sagte letzten Freitag, der Entscheid könnte zu Verletzungen der Privatsphäre führen und die Sicherheit der finanziellen Informationen ihrer Kunden gefährden.

Allenfalls sorgt sich Apple auch einfach um ihre Monopolstellung. Das scheint aber gar nicht nötig, wie eine nicht repräsentative Umfrage von apfelfunk.com zeigt:

Microsoft killt Cortana auf mobilen Geräten

Es mag als Schock kommen, doch Microsoft killt ihren Assistenten Cortana auf mobilen Plattformen, sprich auf Android und iOS.

Die News folgt kurz auf Microsofts Ankündigung, dass sie Cortana in andere mobile Apps wie Outlook integrieren wollen. Der Tod von Cortana auf Android und iOS führt auch zum Verlust einiger Funktionalitäten bei der Microsoft Launcher App für Android.

Da Cortana etwa so beliebt ist bei Nutzern, wie Samsungs Bixby, wird den Assistenten wohl niemand gross vermissen. Es ergibt dann auch mehr Sinn, dass die Funktionalitäten vermehrt in Microsoft Services integriert werden und nicht als Stand-alone-App weiterentwickelt werden.

Das Ende von Cortana auf unseren Smartphones wird voraussichtlich am 31.1.2020 sein.

Kann künstliche Intelligenz den Tod voraussagen?

Zu was künstliche Intelligenz alles fähig ist, zeigte ein Test, der die Wissenschaftler des Gesundheitsvorsorgeanbieters Geisinger sprachlos zurückliess. Die KI konnte die Chance eines baldigen Todes lediglich anhand der Herzdaten erkennen und das sogar bei Befunden, die von Ärzten als unspektakulär eingestuft wurden.

Die Wissenschaftler fütterten einen KI-Computer mit 1,77 Millionen Elektrokardiogrammen (EKG) von 400’000 Patienten und beauftragten sie diese darauf zu analysieren, wer ein höheres Risiko hat, in den nächsten 12 Monaten zu sterben. Dazu programmierten sie zwei Algorithmen. Dem 1. Algorithmus gaben sie nur die EKG-Daten und dem 2. Algorithmus zusätzlich das Geschlecht und Alter an.

Das Team verwendete AUC-Kurven, um den Erfolg der Algorithmen zu messen. AUC-Kurven eruieren, wie ein Algorithmus zwei Gruppen auseinander hält.

Die Patienten wurden dann aufgeteilt in die, die nach einem Jahr noch lebten und die, die starben. Dabei hatten beide Algorithmen eine Trefferquote von über 0,85 (1,0 ist ein perfekter Treffer). Doktoren erreichten nur eine Trefferquote zwischen 0,65 und 0,8 und die KI war fähig, ein Problem zu erkennen bei Fällen, die die Ärzte als unbedenklich eingestuft haben.

Das Beunruhigende an der Geschichte ist, dass die Forscher nicht wissen, wie die KI auf diese Ergebnisse gekommen ist und ich glaube, das beschreibt auch treffend, warum viele Menschen immer noch Angst haben vor künstlichen Intelligenz und Algorithmen.

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